Eine Kommunikationsstrategie aufbauen, wenn man gerade gründet – ehrlich, ohne Marketing-Blabla
Der Moment, wenn du deine Firma offiziell startest, fühlt sich oft wie ein kleiner Sprung ins kalte Wasser an. Euphorie, Zweifel, To-do-Listen bis Mitternacht. Und irgendwo dazwischen diese Frage, die nervt : Wie rede ich eigentlich über mein Business, ohne mich zu verzetteln ? Genau da kommt die Kommunikationsstrategie ins Spiel. Klingt groß. Ist aber am Anfang vor allem eine Frage von Klarheit, nicht von Budget.
Im zweiten Schritt stolpern viele über tausend Quellen, Frameworks und Buzzwords. Ich hab das auch gemacht, ehrlich. Am Ende hat mir geholfen, mir ein paar solide Grundlagen anzuschauen und den Rest zu ignorieren, zum Beispiel über https://www.communication-moderne.eu, einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie andere das Thema angehen – ohne alles eins zu eins zu kopieren.
Erst mal ehrlich sein : Wer bist du und warum sollte das jemanden interessieren ?
Bevor du an Kanäle, Logos oder Content denkst, stopp kurz. Wirklich. Setz dich irgendwo hin – Café, Küche, Parkbank – und beantworte dir drei simple Fragen :
Was genau verkaufe ich ?
Für wen ist das ?
Warum sollte diese Person mir zuhören ?
Klingt banal, ich weiß. Aber ich sehe ständig Gründer, die hier schon ins Schwimmen kommen. Wenn du selbst keine klare Antwort hast, wie soll sie dann dein Kunde haben ? Und nein, „für alle“ ist keine Zielgruppe. Das ist Wunschdenken.
Eine Zielgruppe reicht. Wirklich.
Gerade am Anfang ist Fokus Gold wert. Eine klare Zielgruppe, ein echtes Problem, eine verständliche Sprache. Punkt. Du kannst später immer noch erweitern. Jetzt geht’s darum, überhaupt wahrgenommen zu werden.
Stell dir eine konkrete Person vor. Mit Alter, Job, Alltag. Vielleicht sitzt sie abends um 22:30 Uhr am Küchentisch und googelt nach einer Lösung für genau das Problem, das du anbietest. Wie würdest du mit ihr sprechen ? Sicher nicht wie in einer PowerPoint aus dem Jahr 2008.
Deine Botschaft muss hängen bleiben – nicht perfekt sein
Viele blockieren sich selbst, weil sie „die perfekte Message“ suchen. Spoiler : Die gibt’s nicht. Was es gibt, ist eine ehrliche, verständliche Aussage.
Zum Beispiel : „Ich helfe Selbstständigen dabei, ihre Buchhaltung endlich zu verstehen – ohne Kopfschmerzen.“ Klar, nicht poetisch. Aber verständlich. Und genau das zählt.
Frage an dich : Könnte ein Außenstehender nach einem Satz erklären, was du machst ? Wenn nein, dann ist da noch Luft nach oben.
Kanäle auswählen : weniger ist mehr (ja, wirklich)
Instagram, LinkedIn, Newsletter, Blog, TikTok… das Internet ist laut. Du musst nicht überall sein. Im Gegenteil. Such dir ein oder zwei Kanäle, die zu dir und zu deiner Zielgruppe passen.
Bist du eher der Typ, der gerne schreibt ? Dann Blog oder LinkedIn. Redest du lieber ? Vielleicht Podcast oder kurze Videos. Alles andere kommt später. Oder auch nie. Und das ist okay.
Planen, aber nicht erstarren
Eine einfache Struktur hilft. Zum Beispiel :
- Was kommuniziere ich diese Woche ?
- Welches Ziel hat das ? Sichtbarkeit ? Vertrauen ? Verkauf ?
- Wie messe ich, ob es funktioniert ?
Aber bitte : verwechsel Struktur nicht mit Starrheit. Kommunikation lebt. Manchmal postest du etwas und es passiert… nichts. Manchmal explodiert ein Beitrag völlig unerwartet. Das ist normal. Das ist kein Zeichen, dass du „schlecht“ bist.
Feedback ernst nehmen – aber nicht jedes
Das hat mich überrascht : Am lautesten sind oft nicht die richtigen Leute. Ein Onkel, der dein LinkedIn-Posting „zu frech“ findet, ist nicht unbedingt deine Zielgruppe. Hör zu, ja. Aber filter.
Schau lieber auf echte Signale : Antworten, Nachrichten, Anfragen. Das sind die Goldkörner.
Zum Schluss : Kommunikation ist kein Sprint
Wenn ich dir einen Gedanken mitgeben darf : Eine wirksame Kommunikationsstrategie entsteht nicht über Nacht. Sie wächst mit deinem Unternehmen. Mit jedem Gespräch, jedem Fehler, jedem Aha-Moment.
Also entspann dich ein bisschen. Fang an. Sprich über dein Business. Passe an. Und dann wieder von vorne. Genau so machen es alle, auch wenn sie etwas anderes behaupten.
